Nachhaltigkeitsziele

Für die NHT ist gelebte Nachhaltigkeit ein Gebot der Stunde und Teil unserer ganzheitlichen und lebenszyklus-übergreifenden Arbeit.

Bereits bei der Auswahl der Grundstücke und der Planung der Bebauung gilt es die Nachhaltigkeitsziele im Auge zu haben. Ist eine Bebauung wirtschaftlich möglich und ökologisch sinnvoll? Stellt die Planung eine nachhaltige Bewirtschaftung sicher? Entsprechen die Baumaterialien den Nachhaltigkeitsstandards, um keine Müllberge entstehen zu lassen? Ist es für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner dort möglich ein nachhaltiges Leben zu führen? Eine Vielzahl an Fragestellungen, die es zu beachten gilt und die in jede unserer Entscheidungen miteinfließen. Die NHT ist sich ihrer ganzheitlichen Verantwortung bewusst.

Orientierung an UN-Nachhaltigkeitsziele

Durch die im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen beschlossene „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“, wurden 17 nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) in Kraft gesetzt, welche auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene bis zum Jahr 2030 erreicht bzw. umgesetzt werden sollen.

Übergeordnete Ziele der NHT für eine nachhaltige Entwicklung

Die NEUE HEIMAT TIROL hat den Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele schon in den frühen 90er-Jahren eingeschlagen und zählt damit zu den absoluten Vorreitern in der österreichischen Wohnbaubranche.

Darüber hinaus fühlt sich die NEUE HEIMAT TIROL verpflichtet, sowohl unsere internen wie externen Prozesse nach den Zielen der SDGs auszurichten. Zur Erreichung eines nachhaltigen und ökologisch verantwortungsvollen Handelns im Rahmen der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele werden seitens der NEUE HEIMAT TIROL folgende Handlungsfelder als besonders relevant erachtet:

Aber auch bei ihrem Bürogebäude geht die NEUE HEIMAT TIROL mit gutem Beispiel voran. Die Sanierung der Firmenzentrale in Innsbruck mit hochwertigen thermischen Komponenten sowie der Integration erneuerbarer Energien (eine 100 m² Photovoltaikanlage und 100% Biogasversorgung für die Raumwärme) zeigt wie ernst uns dieses Thema ist. Der Anreiz für unsere MitarbeiterInnen, Kurzstrecken in Innsbruck mit den zur Verfügung gestellten E-Bikes zu bewältigen, sowie die Anschaffung von Elektroautos als Poolfahrzeuge für lokal emissionsfreie Geschäftsfahrten im gesamten Tiroler Landesgebiet, trägt das holistische Denken der NEUE HEIMAT TIROL auch mitten in den Arbeitsalltag und das nachhaltige Selbstverständnis unserer MitarbeiterInnen.

Darüber hinaus stärken die laufenden Agenden der NHT auch folgende Entwicklungsziele:

Keine Armut

Reduktion von Energiearmut bei finanziell vulnerablen Bewohner:innen

Hochwertige Bildung

Gesteigerte Selbstkompetenz auf individueller und kommunaler Ebene durch „community ecoliteracy“

Industrie, Innovation und Infrastruktur

Forschung und Entwicklung im Kontext von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

Weniger Ungleichheiten

Unser Verständnis von gemeinnützigem Wohnbau kann Chancengleichheit sicherstellen

Leben an Land

Ressourcenschonender Umgang mit Bauland sowie Konversationsflächen für Biodiversität

Partnerschaft zur Erreichung der Ziele

Enges Netzwerk zwischen Wohnbauträgern, -förderung, -verwaltung und NutzerInnen

Nachhaltigkeitsstrategie, Forschung & Innovation

Dem Wohnbau kommt im Klimaschutz eine zentrale Rolle zu. Beim Neubau und bei der Sanierung werden Entscheidungen getroffen, die den Energieverbrauch und die Emissionen für Jahrzehnte prägen. Gleichzeitig beeinflusst die Bauqualität den Alltag der Bewohner:innen und Bewohner unmittelbar und trägt wesentlich zu Gesundheit, Komfort und Zufriedenheit bei.

Vor diesem Hintergrund hat die NEUE HEIMAT TIROL ihre Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie konsequent weiterentwickelt. Sie leitet sich aus globalen und regionalen Klimazielen, aktuellen Entwicklungsszenarien sowie dem unternehmensinternen Leitbild ab und verbindet ökologische, wirtschaftliche und soziale Zielsetzungen.

Energieeffizienz Neubau

Im Rahmen der geplanten Dekarbonisierung bis 2030 sowie der nationalen und regionalen Zielsetzungen – insbesondere #mission2030 und der Initiative „Tirol 2050 energieautonom“ – setzt die NEUE HEIMAT TIROL im Neubau verstärkt auf besonders hohe Effizienzstandards.

Künftig werden insbesondere die Passivhausklassen Plus und Premium forciert. Diese verbinden einen sehr niedrigen Energiebedarf mit einer erhöhten Eigenproduktion erneuerbarer Energie direkt am Gebäude.

Der Passivhaus-Standard sowie die klimaaktiv-Bronze-Deklaration bilden dabei den Mindeststandard im Neubau. Damit wird sichergestellt, dass neue Wohngebäude langfristig energieeffizient betrieben werden können und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine erneuerbare Energieversorgung schaffen.

Wirkung:
Die konsequente Ausrichtung auf hohe Effizienzstandards reduziert den Energieverbrauch, senkt langfristig Betriebskosten und leistet einen direkten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Ausbau erneuerbare Energieträger

Die NHT forciert den Ausbau der Erneuerbaren im Rahmen der Versorgung ihrer Bauten und Bewohner:innen und tritt daher sowohl als starker Partner als auch mit konkreten Forderungen an Land, Kommunen und lokale Energieversorger im Sinne der gesellschaftlichen Transformation auf.

Die NEUE HEIMAT TIROL treibt den Ausbau erneuerbarer Energien in Neubau und Bestand gezielt voran.

Dabei versteht sich das Unternehmen sowohl als operative Umsetzerin als auch als aktive Partnerin im System: In Zusammenarbeit mit Land, Gemeinden und Energieversorgern werden Lösungen entwickelt, die eine nachhaltige Energieversorgung im Gebäudesektor unterstützen.

Wirkung:
Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger trägt wesentlich zur Reduktion fossiler Abhängigkeiten bei und stärkt die langfristige Versorgungssicherheit.

Klimawandelanpassung

Neben der Reduktion von Emissionen gewinnt die Anpassung an den Klimawandel zunehmend an Bedeutung. Vor dem Hintergrund steigender Temperaturen und häufigerer Hitzetage berücksichtigt die NEUE HEIMAT TIROL bereits in der Planung gezielt Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung.

Dazu zählen unter anderem angepasste Dämmkonzepte, optimierte Verglasungsanteile, geeignete Lüftungssysteme, bauliche Verschattung, Begrünung sowie – im Kontext erneuerbarer Energieversorgung – nachhaltige Kühlungslösungen.

Wirkung:
Diese Maßnahmen tragen dazu bei, auch unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig komfortable und gesunde Wohnverhältnisse sicherzustellen.

Prok. Ing. Engelbert Spiss

Geschäftsbereichsleitung Bau
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Die NHT verfolgt aufmerksam die sich laufend ändernden Anforderungen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit und nimmt darauf im Kontext ihrer Kernkompetenz, der Schaffung sozial verträglichen, klimaschonenden und leistbaren Wohnraumes, aktiv und positiv Einfluss.

Interaktion Mensch-Umwelt-Technik

Nachhaltigkeit im Gebäudebereich erfordert neben technischen und wirtschaftlichen Lösungen auch die aktive Einbindung der Nutzerinnen und Nutzer. Die Wirksamkeit von Maßnahmen hängt wesentlich davon ab, wie gut Gebäude verstanden und genutzt werden.
Die NEUE HEIMAT TIROL setzt daher auf eine gezielte Kommunikation mit ihren Kundinnen und Kunden sowie auf die Stärkung der individuellen Handlungskompetenz. Bewohner:innen werden in Entscheidungs- und Nutzungsprozesse eingebunden und für einen bewussten Umgang mit Ressourcen sensibilisiert.

Wirkung:
Eine stärkere Einbindung erhöht die Identifikation mit dem Wohnumfeld, verbessert die Nutzung technischer Systeme und steigert insgesamt die Zufriedenheit der Bewohner:innen. Gleichzeitig können die Potenziale der eingesetzten Technologien besser ausgeschöpft werden.
Darüber hinaus erfordert diese Entwicklung auch intern eine kontinuierliche Kompetenzweiterentwicklung. Mitarbeiter:innen in den Bereichen Bau, Verwaltung und Kundenkontakt werden laufend geschult, um Wissen fundiert weiterzugeben und die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen zu unterstützen.

Forschung als Hebel für Transformation

Die NEUE HEIMAT TIROL versteht sich als aktive Partnerin in nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Ziel ist es, neue Erkenntnisse frühzeitig in Planung, Bau, Sanierung und Betrieb zu integrieren.

Die Beteiligung an Projekten wie DigiPEQ, Speak Smart!, CityLogWörgl oder outPHit zeigt, dass Innovation gezielt genutzt wird, um leistbares und klimaverträgliches Wohnen weiterzuentwickeln.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Projektentwicklung ein – etwa in die integrale Planung, in neue Energiekonzepte, in die Quartiersentwicklung oder in die Kommunikation mit Bewohner:innen.

Wirkung:
Forschung stärkt die Innovationskraft der NEUE HEIMAT TIROL, erhöht die Qualität von Projekten und ermöglicht es, neue Lösungen für nachhaltigen Wohnbau systematisch umzusetzen.

Aktuell beteiligt sich die NHT aktiv an drei nationalen Forschungsprojekten und einem internationalen.

Nationale Forschungsprojekte

FFG DigiPEQ – DigiPEQ – Kompetenzaufbau zur nachhaltigen Entwicklung und Umsetzung digitaler, lebenswerter Plusenergie-Quartiere

Eingereicht Juli 2019 (Laufzeit Oktober 2020 bis April 2023)

Aus- und Weiterbildungsangebot der FH Technikum Wien für zwei Mitarbeiter der NHT. Dies ist eine maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahme zur nachhaltigen Entwicklung und Umsetzung digitaler und lebenswerten Plusenergie-Quartiere. Inhalte sind u.a. die integrale Planung, Ausführung und Betriebsführung von Quartieren unter Einbezug der Klimaziele 2050.

FFG Smart City Speak Smart! ­– Speak Smart! – Intelligente Städte durch intelligente Kommunikation

Eingereicht September 2019 – abgeschlossen in 2024

Das Smart City Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Kommunikation als wichtigen Bestandteil der Funktionsfähigkeit künftiger Smart Cities mit seinen oft komplexen Themenschwerpunkten Energieversorgung, -nutzung und –vernetzung zu definieren und anhand einer neuen, zielgerichteten Sprache zu optimieren. Die NHT kann die gewonnen Erkenntnisse bei ihren künftigen Bauvorhaben bereits in der Entwicklung der Immobilien anwenden und eine verbesserte Kommunikation im Bereich der Bewusstseinsbildung der BewohnerInnen aufbauen.

Bewohnerinnen und Bewohner von Liegenschaften in Telfs, Innsbruck und Hall werden Teil eines mehrjährigen Living-Labs. Hierbei werden verbesserte Kommunikationskanäle und Informationsmedien für künftige SMART Cities entwickelt.

SCHIG CityLogWörgl: City Logistik in Wörgl

Eingereicht September 2021 (in Bearbeitung)

Die neue Südtiroler Siedlung ist Versuchslabor und zentraler Angelpunkt des Projekts „CityLogWörgl“, um möglichst viele Aspekte im Rahmen der veränderten Logistikprozesse abzubilden, vor allem unter Einbeziehung der in der neuen Siedlung ansässigen Bevölkerung in partizipative Prozesse. Den ansässigen WohnerInnen sollen im Projekt vor allem die Potentiale und Vorteile der Belieferung durch den regionalen Handel sowie veränderte Zustellpotentiale, aber natürlich auch Abholpotentiale im Rahmen von Quartierslösungen, wie etwa „White Label Kommunikations-Boxen“ bewusst gemacht werden.

Smart City Campagne, Innsbruck

Sinfonia Sanierung Franzosenhäuser, Innsbruck

Sinfonia Sanierung Brucknerstraße/Hugo-Wolf-Str./Viktor Dankl-Str., Innsbruck

Sinfonia Sanierung Oswald Redlich Str., Innsbruck

Smart City Wörgl

Speak Smart Telfs

Stadt der Zukunft: Kindergarten und Wohnturm St. Paulus, Innsbruck

Internationale Forschungsprojekte

EU H2020 outPHit - outPHit - TOWARDS HIGHLY ENERGY EFFICIENT AND DECARBONISED BUILDINGS

Eingereicht September 2019 (Laufzeit August 2020 bis Juli 2023)

Die Energie, die unsere Gebäude verschwenden, macht sie sowohl zu Verursachern des Klimawandels als auch zu Treibern von Energiearmut. Umfassende Sanierungen zur Bekämpfung dieser Ineffizienz und Verbesserung der Gebäudeleistung sind daher zentrale Elemente der Gebäudepolitik auf allen Ebenen. Die Umsetzung von qualitativ hochwertiger Sanierungen ist eine Herausforderung. Das outPHit Projekt verbindet Energiesprong-Ansätze und One-Stop-Shop mit den Passivhaus-Prinzipien und gestaltet Sanierungen kostengünstiger, schneller und zuverlässiger.

Bei diesem Projekt saniert die NHT drei Gebäude in St. Johann auf EnerPHit Standard. Hier wird zusätzlich der Schwerpunkt auf eine zentrale Energieversorgung frei von fossiler Energie gesetzt.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

FFG Smart City „CAMPAGNE“– CAMPAGNE - Smart City Campagne-Areal Innsbruck

Eingereicht September 2016 (abgeschlossen 07/2021)

Es soll ein Best-Practice Beispiel für die Schaffung von nachhaltigem und kostengünstigem Wohnraum im Passivhausstandard geschaffen werden. Ziel ist die langfristige nachhaltige Quartiersentwicklung des Campagne-Areals Innsbruck zur „Zero Emission Urban Region“ sowie die Eingliederung in die Energiestrategie Tirol 2050.

Stadt der Zukunft “EEiG“ – Energetische Evaluierung von innovativen Gebäuden

Eingereicht Jänner 2018 (abgeschlossen 2020)

Mit den Gebäuden Kindergarten und Wohnturm St. Paulus wurde ein innovatives Projekt umgesetzt. Das Objekt wird nun messtechnisch untersucht, um Erkenntnisse für den Gebäudebetrieb bzw. für weitere Bauvorhaben zu generieren.

Interreg „Low Cost nZEB“ – Low Cost nZEB – Energieeffizienz und Leistbarkeit von Wohngebäuden

Eingereicht Juli 2018 (abgeschlossen 12/2021)

Die NHT nimmt unentgeltliche Angebote der Wissenschaftspartner (EIV, UIBK) in Anspruch, um an drei geeigneten Umsetzungsprojekten Sommerkomfort, Kosten und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Ziel: NHT-Tool zur Lebenszyklusbetrachtung/Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Die NHT stellt den wissenschaftlichen Partnern Planungs- und Ausführungsdaten der eigenen 5-EURO-Wohnbauten zur Verfügung. Hieraus sollen detaillierte und weiterführende Simulationsergebnisse für künftige NHT Projekte entstehen.

FFG Stadt der Zukunft „E.Vent“ - E.Vent - Effiziente, kostengünstige und wartungsfreundliche zentrale Mehrfamilienhaus-Lüftungsanlagen – Planung, Betrieb und Brandschutz

Eingereicht September 2016 (Laufzeit Dezember 2016 bis Mai 2020)

Ziel des Projektes ist es, innovative technische Lösungen und Planungshilfen sowohl für die Errichtung neuer, als auch für den wartungsarmen Betrieb bestehender Anlagen, bereitzustellen. Synergien zwischen Brandschutz (Kaltrauchsperre) und Volumen-Stromregelung werden untersucht.

In diesem Projekt wurden von der NHT vier Projekte in Innsbruck und im Umland zur wissenschaftlichen Datenerhebung durch die UIBK im Sinne der genannten Projektziele zur Verfügung gestellt.

EU FP7 SINFONIA - SINFONIA - Smart INitiative of cities Fully cOmmitted to iNvest In Advanced large-scaled energy solutions

Eingereicht Juni 2014 (Laufzeit Juni 2014 bis Juli 2020)

Das EU-Projekt SINFONIA hat es sich zum Ziel gesetzt, in den beiden Pionierstädten Innsbruck und Bozen durch qualitativ hochwertige Sanierungen sowie innovative Energiekonzepte den Energiebedarf um 40-50% zu senken, den Anteil an Erneuerbaren um 20% zu steigern und den CO2-Ausstoß um 20% zu reduzieren.

Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wurden von der NHT sieben Liegenschaften mit insgesamt 638 Wohnungen saniert. Die Erkenntnisse, die in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technologien, Kundenpartizipation und aus dem Erfahrungsaustausch mit den Sinfoniapartnern gewonnen wurden, fließen bei zukünftigen Sanierungen in die Projektierung ein.

FFG Smart City Wörgl: Die Südtiroler Siedlung als „Zero Emission Region“ in der Smart City Wörgl

Eingereicht: Juli 2019 (abgeschlossen 09/2021)

Die Wörgler Südtiroler Siedlung wird in fünf Baustufen, auf über 27.000 m2, im Passivhausstandard mit insgesamt 360 Wohnungen erbaut und dient als urbanes Demonstrationsvorhaben. Konkreter Projektbestandteil ist das Baufeld 1 mit WÖ27.

Building Information Modeling

Mit Building Information Modeling (BIM) setzt die NEUE HEIMAT TIROL auf eine zukunftsorientierte digitale Planungsmethodik.
BIM ermöglicht es, sämtliche Informationen aus Planung, Ausschreibung, Bauausführung und späterer Verwaltung systematisch zu verknüpfen. Dadurch werden Prozesse transparenter, Daten besser nutzbar und Entscheidungen fundierter.

Wirkung:
Der Einsatz digitaler Methoden steigert die Effizienz in der Projektabwicklung, reduziert Fehlerquellen und verbessert die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Gleichzeitig schafft BIM die Grundlage für eine langfristig optimierte Bewirtschaftung der Gebäude

Energiekennzahlen

Schon heute stammt ein wesentlicher Anteil der Fernwärme aus Biomasse, Abwärme oder anderen umweltverträglichen Energiequellen. Gleichzeitig werden bestehende Anlagen konsequent umgestellt: Heizsysteme mit hunderten Wohnungen wurden bereits erfolgreich von fossilen auf nachhaltige Energieträger umgerüstet.

Insgesamt werden über 88 % der Fernwärmeanlagen entsprechend den Anforderungen der Wohnbauförderung mit erneuerbaren oder umweltverträglichen Energiequellen betrieben.

Schon heute stammt ein wesentlicher Anteil der Fernwärme aus Biomasse, Abwärme oder anderen umweltverträglichen Energiequellen. Gleichzeitig werden bestehende Anlagen konsequent umgestellt: Heizsysteme mit hunderten Wohnungen wurden bereits erfolgreich von fossilen auf nachhaltige Energieträger umgerüstet.

Insgesamt werden über 88 % der Fernwärmeanlagen entsprechend den Anforderungen der Wohnbauförderung mit erneuerbaren oder umweltverträglichen Energiequellen betrieben.

Wohnungseinheiten nach Energieträger

15.236 zentralbeheizten Mietwohnungen

Energieträger im Überblick

12 %

mit Biogenen Brennstoffen beheizt

38%

mit ökologischer Fernwärme beheizt

4 %

mit Wärmepumpen beheizt

55,42 %

Ökologischer Anteil gesamt

Bis Ende 2025 hat die NHT 13 zentrale Heizungsanlagen im Mietbestand erfolgreich auf erneuerbare Energieträger umgestellt. 637 Wohnungen mit rund 48.400 m² Nutzfläche werden damit nachhaltig mit Wärme aus Pellets, Wärmepumpen und Fernwärme versorgt.

Bis Ende 2025 hat die NHT 13 zentrale Heizungsanlagen im Mietbestand erfolgreich auf erneuerbare Energieträger umgestellt. 637 Wohnungen mit rund 48.400 m² Nutzfläche werden damit nachhaltig mit Wärme aus Pellets, Wärmepumpen und Fernwärme versorgt.

13

Heizungsanlagen

637

Wohnungen

48.405 m2

Nutzfläche

1,6 Mio

Liter Heizöl

1,6 Mio

㎥ Gas

0,8 Mio

kg Pellets

Wussten Sie, dass man mit einem guten Haarföhn eine 100 m2 Wohnung in Passivhausbauweise beheizen könnte? Dafür ist nur eine Leistung von rund 1.700 Watt notwendig

Photovoltaik

Im Jahr 2021 wurden knapp 160 kWp Photovoltaikleistung installiert, das entspricht rund 950 m² Kollektorfläche. Insgesamt sind damit bereits etwa 3.600 m² Photovoltaikflächen im Einsatz.

Das NHT-Bürogebäude ist seit 2014 mit einer 15,4-kWp-Anlage ausgestattet. Der erzeugte Strom wird vollständig vor Ort genutzt.

Solarthermie

Thermische Solaranlagen lieferten im Jahr 2021 rund 4,4 Mio. kWh Wärmeenergie.

Damit könnten über 1.025 Wohnungen in Passivhausbauweise (inkl. Warmwasser), rund 630 Wohnungen in Niedrigenergiebauweise oder etwa 440 Wohnungen im Altbestand versorgt werden.

Photovoltaik

Sonnenenergie effizient nutzen: Mit unseren Photovoltaikanlagen erzeugen wir klimafreundlichen Strom direkt am Gebäude – transparent messbar und ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung.

160 kWp

Photovoltaikleistung pro Jahr installiert

3.600 m²

Photovoltaikflächen im Einsatz

480

Strombedarf von Wohnungen

15

Gemeinschaftliche Energieerzeugungsanlagen (Mieterstrommodell) im Einsatz

2025

Photovoltaik

Sonnenenergie effizient nutzen: Mit unseren Photovoltaikanlagen erzeugen wir klimafreundlichen Strom direkt am Gebäude – transparent messbar und ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung. Das NHT-Bürogebäude ist seit 2014 mit einer 15,4-kWp-Anlage ausgestattet. Der erzeugte Strom wird vollständig vor Ort genutzt.

Netto-Null-Gebäude Vögelebichl Dachaufnahme mit Panelen

Solarthermie

Thermische Solaranlagen lieferten im Jahr 2021 rund 4,4 Mio. kWh Wärmeenergie.

Damit könnten versorgt werden:

  • über 1.025 Wohnungen in Passivhausbauweise (inkl. Warmwasser)
  • rund 630 Wohnungen in Niedrigenergiebauweise
  • etwa 440 Wohnungen im Altbestand

Erfahrung, Entwicklung und Motivation

Passivhaus & Passivhaus Plus

Ökologische Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren eine der drei zentralen Säulen der Unternehmensphilosophie der NEUE HEIMAT TIROL. Damit nimmt die NHT heute österreichweit eine Vorreiterrolle in energieeffizientem und zukunftsorientiertem Bauen ein.

Bereits 1997 realisierte die NHT am Innsbrucker Mitterweg ihr erstes passivhausnahes Projekt – inklusive Komfortlüftung und Wärmerückgewinnung. Im Jahr 2000 folgte der Wohnkomplex „Lohbach“. Mit dem „Lodenareal“ setzte die NHT schließlich einen Meilenstein: Das zertifizierte Passivhaus-Wohnquartier mit 354 Wohnungen wurde 2009 an äußerst zufriedene Bewohner:innen übergeben.

Über viele Jahre hinweg war das Lodenareal die größte zertifizierte Passivhaus-Wohnanlage Europas und wurde umfassend wissenschaftlich begleitet (TU Wien) sowie im Rahmen einer detaillierten Mieterbefragung analysiert.

Das Ergebnis: eine Wohnzufriedenheit von über 95 % in den Bereichen Komfort, Wohlbefinden und Kosten – der bis dahin höchste Wert bei einer NHT-Neubauanlage. Diese Rückmeldung war zugleich ein entscheidender Impuls für die strategische Ausrichtung: Seither errichtet die NEUE HEIMAT TIROL ihre Neubauten konsequent im Passivhaus-Standard.

Die Vorteile zeigen sich deutlich – in Form sinkender Heiz- und Betriebskosten sowie geringeren Aufwänden in der Hausverwaltung. Bis Dezember 2021 wurden rund 5.700 Wohnungen im Passivhaus-Standard fertiggestellt. Weitere rund 1.100 Wohnungen befinden sich aktuell in Bau, etwa 500 sind in Planung. Damit ist die NEUE HEIMAT TIROL Europas größter Passivhausbauer.

Die jährliche Energieeinsparung beträgt rund 16 Mio. kWh. Das entspricht etwa:

Dieser Wert entspricht etwa:

1,6 Mio.

Liter Heizöl

1,6 Mio.

㎥ Gas

0,8 Mio.

kg Pellets

Der Passivhaus Standard – kompakt erklärt

Effizienzklassen im Überblick:

  • Im Passivhaus wird der Wärmeverlust über Gebäudehülle, Fenster und Dach deutlich reduziert. Hochwertige Dämmung, Dreifachverglasung, eine luftdichte Bauweise sowie Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgen nicht nur für Energieeffizienz, sondern auch für eine hohe Wohn- und Lebensqualität.
  • Zugerscheinungen, ungleichmäßige Temperaturen oder Schimmelbildung gehören damit der Vergangenheit an. Gleichzeitig sinken Instandhaltungsaufwand und Kosten in der Hausverwaltung spürbar.

Passivhaus PLUS – neuer Baustandard

Mit dem Passivhaus PLUS entwickelt die NHT den Effizienzansatz konsequent weiter. Ziel ist eine nahezu vollständige Versorgung der Gebäude mit lokal erzeugter, erneuerbarer Energie.

Seit 2015 definiert diese Gebäudeklasse klare Anforderungen:

  • maximal 45 kWh/m²a erneuerbarer Primärenergiebedarf
  • mindestens 60 kWh/m²a Erzeugung erneuerbarer Energie direkt am Gebäude

Ein zentraler Aspekt ist die Bewertung der Energieerzeugung: Während diese üblicherweise auf die Nutz- oder Wohnfläche bezogen wird, würde dies mehrgeschossige Gebäude benachteiligen. Denn die Dachfläche – und damit das Potenzial für Photovoltaik – bleibt unabhängig von der Anzahl der Geschosse begrenzt.
Das Passivhaus PLUS berücksichtigt daher die erzeugte Energie auf Basis der überbauten Grundfläche. Dadurch werden Mehrfamilienhäuser und eingeschossige Gebäude vergleichbar bewertet und Fehlanreize vermieden.
Bereits 2015 realisierte die NHT in Innsbruck Österreichs erste zertifizierte Passivhaus-PLUS-Wohnanlage und unterstrich damit erneut ihre Pionierrolle.

Leuchtturmprojekt: PH PLUS Rum

In Rum bei Innsbruck wurde 2022 das weltweit größte Passivhaus-PLUS-Quartier fertiggestellt.

Im Zentrum steht dabei ein konsequent weitergedachter Ansatz energieeffizienter Planung: Durch den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) wird ein kostenoptimales und gleichzeitig zukunftsfähiges Gesamtkonzept sichergestellt.
Neben einer weiter gesteigerten Energieeffizienz – mit einem Heizwärmebedarf von nur rund 8 kWh/m²a – kommen moderne, erneuerbare Versorgungssysteme zum Einsatz. Dazu zählen eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 710 m² in Kombination mit einem 140-kWh-Stromspeicher sowie eine zentrale Fernwärmeversorgung, die über Wärmepumpen aus Abwasser gewonnen wird.

Die erzeugte Energie wird in Kooperation mit der TIWAG im Rahmen eines Mieterstrommodells zur Verfügung gestellt. Sie kommt unter anderem für die dezentrale Warmwasserbereitung und die Gebäudetechnik zum Einsatz. Auf diese Weise kann ein hoher Grad an Eigenversorgung erreicht werden.

Mit diesem Projekt setzt die NHT ein deutliches Zeichen für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors und den geplanten Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2030.

Rum Steinbockallee Innenhof

Rum Steinbockallee Dachansicht

Rum PassivhausPlus Ansicht Front

RU27_Garage_Spielplatz

Rum Steinbockallee Innenhof
Rum Steinbockallee Dachansicht
Rum PassivhausPlus Ansicht Front
RU27_Garage_Spielplatz

Wirtschaftlichkeit im Passivhaus PLUS

Neben ökologischen Aspekten spielt auch die wirtschaftliche Optimierung eine zentrale Rolle. Entscheidend ist dabei, den Eigenverbrauch der im Gebäude erzeugten erneuerbaren Energie zu maximieren.

Dies kann beispielsweise durch den Einsatz von Batteriespeichern oder durch intelligente Regelstrategien gezielt beeinflusst werden. Je nachdem, ob ein Mieterstrommodell mit externem Energieversorger oder eine Eigenfinanzierung umgesetzt wird, ergeben sich unterschiedliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Diese Einflussfaktoren werden bei der NHT bereits in frühen Projektphasen berücksichtigt und in die Gesamtplanung integriert – um sowohl ökologische als auch ökonomische Potenziale bestmöglich auszuschöpfen.

Mag. Johannes Tratter

Technischer Geschäftsführer
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Die Energiewende schaffen - mit höchsteffizienten, wohngesunden und wirtschaftlichen Gebäuden, die nicht nur Energie verbrauchen, sondern auch selbst erzeugen!

Tirol 2050 Initiative

Die Transformation des Energiesystems ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt, gleichzeitig verschärfen sich die Dynamiken auf den Energiemärkten.

Steigende Preise und die fortschreitende Nutzung fossiler Energieträger treiben die Klimakrise weiter voran. Tirol verfolgt daher ein klares Ziel: Spätestens bis 2050 soll das Bundesland energieautonom werden.

Die Dringlichkeit ist hoch. Das international angestrebte Klimaziel von maximal +2 °C Erwärmung ist in Tirol mit aktuell rund +1,8 °C nahezu erreicht. Der Alpenraum ist von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen.
Ein zentraler Hebel liegt im Gebäudesektor. Rund 35 % des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude – vor allem durch Heizen und Kühlen. Auch in Tirol zählt dieser Bereich zu den größten Verursachern von CO₂-Emissionen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Steigerung der Energieeffizienz entscheidende Bedeutung. Nur so kann eine weitgehend regionale und erneuerbare Energieversorgung im Gebäudebereich gelingen. Gleichzeitig gilt es, den Einsatz grauer Energie zu reduzieren und den Anteil ökologischer Baustoffe weiter zu erhöhen.
Die NEUE HEIMAT TIROL trägt aktiv dazu bei, dieses Bewusstsein zu stärken und konkrete Lösungen umzusetzen – durch den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien und durch zukunftsweisende Baukonzepte.

Das klare Ziel: Sowohl im Neubau als auch im Bestand sollen die Gebäude der NHT im Einklang mit der Tirol-2050-Strategie klimaneutral und lokal erneuerbar versorgt werden.

Auf nationaler und internationaler Ebene

Effizienzstandards der NHT

Der Passivhaus-PLUS-Standard erfüllt als einer der ersten klar definierten Effizienzstandards die Anforderungen der Europäischen Union an sogenannte Nearly Zero Energy Buildings (NZEB).

Die entsprechende EU-Richtlinie ist seit 2019 für öffentliche Gebäude und seit Jänner 2021 für alle Neubauten verbindlich. Damit entspricht der von der NHT gewählte Standard bereits heute den zentralen europäischen Vorgaben für energieeffizientes Bauen.

Im Sinne eines verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Handelns richtet die NEUE HEIMAT TIROL ihren Blick dabei bewusst über die Landesgrenzen hinaus. So unterstützt die NHT unter anderem die klimaaktiv-Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Innovation und Technologie.
Aktuell unterstreichen 238 klimaaktiv deklarierte Gebäude diesen Anspruch und den konsequenten Einsatz ökologischer Baumaterialien.

Ein weiterer zentraler Qualitätsaspekt ist die Wohngesundheit: Vor jeder Übergabe werden umfassende Innenraum-Luftgütetests (VOC – Volatile Organic Compounds) durchgeführt. Die Messergebnisse weisen durchgehend sehr niedrige bis nicht nachweisbare Konzentrationen flüchtiger organischer Verbindungen auf.
Da diese Stoffe unter anderem im Verdacht stehen, an der Entstehung gesundheitlicher Belastungen mitzuwirken, leistet die NHT damit einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Wohnumfeld für ihre Bewohner:innen.

Photovoltaik als Schlüssel zur Energiewende?

Neben Energieeinsparung und hoher Effizienz ist die Bereitstellung lokal erzeugter, erneuerbarer Energie eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre. Dabei gewinnt die Photovoltaik zunehmend an Bedeutung.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Photovoltaikanlagen ermöglichen eine kosteneffiziente, langlebige und nahezu wartungsfreie Erzeugung von Strom – emissionsfrei und direkt vor Ort. Parallel dazu entwickelt sich die Gebäudetechnik zunehmend in Richtung strombasierter Versorgungssysteme.

Der verstärkte Einsatz von Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sowie Wärmepumpen für Raumwärme und Warmwasser erhöht den Strombedarf im Gebäude – und damit auch das Potenzial für den sinnvollen Einsatz von Photovoltaik.

Ein entscheidender Faktor ist dabei der Eigenverbrauch: Je mehr des erzeugten Stroms direkt im Gebäude genutzt wird, desto größer sind die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile. Gleichzeitig können durch eine gezielte Steuerung und Speicherung Lastspitzen reduziert und die Herausforderungen für das Stromnetz – etwa durch Überproduktion in den Sommermonaten – minimiert werden.

Die NEUE HEIMAT TIROL verfolgt daher das Ziel, bei Neubauten im Passivhaus-Standard das Maximum an lokal erzeugbarer erneuerbarer Energie auszuschöpfen.

Im Fokus stehen dabei:

  • eine möglichst vollständige Nutzung der Dachflächen für Photovoltaik
  • die Kombination mit leistungsfähigen Batteriespeichern
  • sowie ein optimal abgestimmtes haustechnisches Gesamtkonzept

Dieses wird bevorzugt bereits auf Quartiersebene gedacht und geplant, um Synergien zu nutzen und den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen.

So entsteht ein integrierter Ansatz, der ökologische und wirtschaftliche Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt – und einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende leistet.

Klimafit bauen & wohnen

Energiesparend bauen

Die NEUE HEIMAT TIROL setzt im gemeinnützigen Wohnbau Maßstäbe – mit moderner Architektur und einem klaren konsequenten Fokus auf Energieeffizienz mit klimaneutralen Gebäuden und zukunftsfähigen Technologien.

Netto-Null-Gebäude

Netto-Null-Gebäude Innsbruck Vögelebichl bei Nacht

Die Anforderungen steigen: gesetzliche Rahmenbedingungen werden strenger, technische Standards höher und das Bewusstsein der Bewohner:innen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wächst stetig. Die NHT begegnet diesen Entwicklungen mit innovativen Konzepten. Der Passivhaus-Standard ist dabei längst fester Bestandteil. Seit 2012 werden alle Neubauprojekte konsequent in dieser Qualität umgesetzt. Mit dem im Jahr 2015 fertiggestellten Netto-Null-Gebäude im Innsbrucker Stadtteil Kranebitten wurde ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt. Das Besondere: Die für Betrieb, Heizung und Warmwasser benötigte Energie wird vollständig am Gebäude selbst erzeugt. Möglich wird dies durch das Zusammenspiel einer Grundwasserwärmepumpe, einer thermischen Solaranlage und einer Photovoltaikanlage. Das Konzept greift die Bedürfnisse moderner Bewohner:innen auf: ein hohes Maß an Energieunabhängigkeit bei gleichzeitigem Beitrag zum Klimaschutz. Ziel ist es, Wärmeverluste konsequent zu minimieren und vorhandene Energiegewinne optimal zu nutzen. Ein zentraler Baustein ist die kontrollierte Wohnraumlüftung. Sie sorgt für einen geregelten Luftaustausch, bietet hohen Komfort und erlaubt individuelle Anpassungen – bei gleichzeitig optimaler Energieeffizienz.

Größtes Passivhaus PLUS Wohnquartier weltweit

Dieses Prinzip wurde in größerem Maßstab in der Marktgemeinde Rum umgesetzt. Hier entstand das weltweit größte Passivhaus-PLUS-Quartier. Über das Jahr betrachtet wird am Standort etwa so viel Energie erzeugt, wie die Gebäude verbrauchen. Die Wärmeversorgung erfolgt über den Anschluss an das Abwärmenetz der Tirol Kliniken sowie über mehrere Wärmepumpen. Auch die Stromversorgung ist konsequent nachhaltig ausgelegt: Eine Photovoltaikanlage mit rund 710 m² Fläche liefert emissionsfreien Strom direkt vor Ort. Dieser wird in Kooperation mit der TIWAG im Rahmen eines Mieterstrommodells genutzt – unter anderem für die dezentrale Warmwasserbereitung und die Haustechnik. Dadurch wird ein hoher Grad an Eigenversorgung erreicht.

Haus ohne Heizung

Parallel arbeitet die NHT bereits an weiteren innovativen Ansätzen. Als Inspirationsquelle dient unter anderem das Konzept des „Hauses ohne Heizung“, entwickelt vom Vorarlberger Architekturbüro Baumschlager Eberle und bereits mehrfach erfolgreich umgesetzt. Hier wird die Raumwärme im Wesentlichen durch interne Quellen gedeckt: durch die anwesenden Personen, technische Geräte und Beleuchtung. Eine Person gibt dabei durchschnittlich rund 80 Watt an ihre Umgebung ab.
Sensoren steuern Lüftungsflügel, die den CO₂-Gehalt und die Raumtemperatur regulieren. So wird ein konstant angenehmes Raumklima zwischen 22 und 26 °C gewährleistet.

Umweltschonend heizen

Nachhaltige Wärme ist ein Schlüssel zur Dekarbonisierung des Wohnens. Die NHT setzt deshalb konsequent auf erneuerbare Energien: In Neubauten wird bereits vollständig auf Öl und Gas verzichtet. Im Bestand läuft die Umstellung Schritt für Schritt – mit dem klaren Ziel, bis 2030 alle zentral beheizten Mietwohnanlagen auf erneuerbare Systeme umzustellen.

Gesetzliche Vorgaben wie die Tiroler Bauordnung treiben diese Entwicklung voran. Für die NHT ist die Prüfung hocheffizienter Energiesysteme jedoch nicht nur Pflicht, sondern Standard: Jedes Gebäude wird individuell analysiert, jede Lösung maßgeschneidert umgesetzt.
Wo eine vollständige Umstellung aktuell nicht möglich ist, werden bestehende Anlagen modernisiert und – sofern verfügbar – auf Biogas umgestellt. Damit wird auch im Bestand konsequent CO₂ reduziert.
Die Wahl des Systems folgt klaren technischen Kriterien:

  • Hochtemperatursysteme: Umstellung auf Biomasse oder Anschluss an Fernwärme
  • Niedertemperatursysteme: Einsatz moderner Wärmepumpen

Parallel dazu werden Gebäude thermisch optimiert. Das Ergebnis: bis zu 80 % weniger Wärmebedarf – und ein weitgehender Ersatz fossiler Energie durch erneuerbare Quellen

Unser Ansatz: technologisch präzise, wirtschaftlich sinnvoll und konsequent auf Wirkung ausgerichtet.

LED: Effizienz im Betrieb

Auch im laufenden Betrieb setzt die NHT gezielt auf Effizienzmaßnahmen. Tiefgaragen mit mehr als 1.600 m² müssen aus Sicherheitsgründen dauerhaft beleuchtet werden – ein erheblicher Energieaufwand.

Die NHT hat daher sämtliche Großgaragen auf energieeffiziente LED-Beleuchtung umgestellt und zusätzlich mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Über 8.000 Stellplätze werden mittlerweile mit Sonnenstrom beleuchtet. Diese Maßnahmen senken die Betriebskosten nachhaltig und tragen gleichzeitig zur Reduktion von Emissionen bei.

Das klare Ziel: Durch den gezielten Einsatz technischer Innovationen die Bewirtschaftungskosten klimafreundlich zu optimieren und Wohnen langfristig leistbar zu halten.

Auszeichnungen

Haiming 5-Euro-Wohnbau

5-Euro Wohnbau

Leistbares Wohnen im Fokus

Leistbarer Wohnbau entsteht durch konsequente Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Grundstücksbereitstellung bis zur Planung und Umsetzung. Kompakte Bauweisen, funktionale Grundrisse und langlebige, wartungsarme Technik senken Kosten nachhaltig, ohne die Wohnqualität zu beeinträchtigen. Mit dem 5‑Euro‑Wohnbau hat die NHT 2017 ein innovatives Modell realisiert: Zum Entstehungszeitpunkt lag die Gesamtmiete – inklusive Betriebs- und Heizkosten – bei rund 5 Euro pro m². Auf dieser Basis konnten drei Projekte erfolgreich umgesetzt werden und zeigen, wie leistbarer Wohnraum gezielt geschaffen werden kann. Unterstützt durch erhöhte Förderungen des Landes Tirol sowie bewusst niedrig angesetzte Einkommensgrenzen richtet sich das Angebot insbesondere an Haushalte mit besonderem Bedarf an leistbarem Wohnraum. Unser Anspruch: maximale Effizienz in der Umsetzung – für dauerhaft leistbares Wohnen mit hoher Qualität.

Besonderer Mietwohnbau
5-EURO-WOHNEN

Allgemeines

  • Mietwohnungen
  • Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen
  • überwiegend 2 oder 3-Zimmerwohnungen
  • Verzicht auf Kellergeschoß und Tiefgarage
  • angestrebtes Gesamtentgelt inklusive Betriebskosten und Heizkosten und Umsatzsteuer: rund € 5,00/m2 Nutzfläche

Finanzierung

  • Verstärkter Einsatz von Sozialkapital der Gemeinnützigen Bauvereinigungen (Eigenmittel)
  • Wohnbauförderung
  • Beitrag der Bauortgemeinde (z.B. günstiges Baugrundstück, Reduktion der Erschließungskosten)
  • Bankmittel

Einfache Ausstattung

  • Kompaktheit des Gebäudes, einfache Grundrisse (mehr Raum und flexiblere Nutzungsmöglichkeiten)
  • einfache Grundausstattung
  • einfache, wartungsarme Haustechnik
  • reduzierte Außenanlagen

Vergabe

  • 85% der Wohnungen werden über die jeweilige Bauortgemeinde vergeben
  • 15% der Wohnungen werden duch das Land Tirol in enger Abstimmung mit der Gemeinde vergeben

Einkommensobergrenzen

lt. Tiroler Wohnbauförderung (Stand Juni 2023)

Personenanzahl
WBF Richtlinie (€)
5-EURO-Wohnen (€)
xxxxxxxxxxx
xxxxxxxxx
xxxxxxxxx
Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen
lt. Tiroler Wohnbauförderung (Stand Juni 2023)
1 3.600,- 2.400,- xxxx xxxxxx xxxxxxxxx Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 WohnungenKleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen lt. Tiroler Wohnbauförderung (Stand Juni 2023)
2 6.000,- 4.000,- xxxx xxxxx xxxxxxxxx Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen lt. Tiroler Wohnbauförderung (Stand Juni 2023)
3 6.450,- 4.300,- xxxxx xxxx xxxxxxxxx Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen lt. Tiroler Wohnbauförderung (Stand Juni 2023)
> 3 jeweils 450,- mehr jeweils 300,- mehr xxx xxxxxx xxxxxxxxx Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen lt. Tiroler Wohnbauförderung (Stand Juni 2023)